Die Symptome und Behandlung bei Nagelpilz

Nagelpilz muss richtig behandelt werden
Nagelpilz muss richtig behandelt werden
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Das wichtigste zuerst: Ein Nagelpilz muss von einem Arzt diagnostiziert werden. Podologen dürfen Ihnen keine Diagnosen geben, sondern können nur Vermutungen und Empfehlungen aussprechen. Durch jahrelange Erfahrung unserer Podologen, können Sie sich jedoch ziemlich sicher sein, wenn durch uns ein Nagelpilz erkannt wird. Wenn Zweifel bestehen, wird jedoch immer der Gang zum Hautarzt empfohlen, der bei Ihnen einen Abstrich vornimmt, um wirklich sicher zu gehen.

  1. Was ist Nagelpilz?
  2. So erkennen Sie, ob Sie Nagelpilz haben
  3. Podologische Behandlung von Nagelpilz
  4. Ihre Mitarbeit ist gefragt

Was ist Nagelpilz?

Nagelpilz wird unter Medizinern Onychomykose genannt (Onycho = Nagel, Mykose=Pilz). Im Gegensatz zu Fußpilz, bei dem die Haut erkrankt ist, ist eine Behandlung von Nagelpilz sehr langwierig. Wird der Nagelpilz nicht behandelt, kann er andere Nägel befallen und sogar den ganzen Nagel dauerhaft schädigen. Außerdem können durch die Verdickung und Verformung des Nagels Folgeerkrankungen wie entzündete, eingewachsene Nägel entstehen. Je früher Sie also abklären lassen, ob es sich bei Ihren Beschwerden um einen Nagelpilz handelt und Sie die Behandlung beginnen, desto größer sind die Heilungschancen.


So erkennen Sie, ob Sie Nagelpilz haben

Für einen Laien ähnelt ein Nagelpilz optisch anderen Krankheiten der Nägel wie z.B.
Folgende Symptome können ein Anzeichen dafür sein, dass es sich um Nagelpilz handelt:

  • Die ersten Symptome sind weiße oder gelbliche Flecken am äußeren Nagelrand.
  • Mit der Zeit werden diese Verfärbungen gelblich-braun und vergrößern sich Richtung Nagelwurzel (dort wo der Nagel entsteht).
  • Der Nagel/ die Nägel sind deutlich verdickt, brüchig und unter der ersten Nagelschicht regelrecht „bröselig“.
  • Ein Podologe bemerkt einen Nagelpilz meist schon durch den Geruch beim Abschleifen.
  • Eine weitere Besonderheit von Nagelpilz ist, dass oft nur einzelne Nägel befallen sind, während benachbarte Nägel vollkommen pilzfrei sind.

Oft wird Nagelpilz jedoch erst sehr spät erkannt, da es lange zu keinerlei Beschwerden kommt. Beim Fußpilz ist die Haut betroffen, die dann juckt, gerötet ist, schuppt und teilweise nässt. Die ersten Anzeichen eines Nagelpilzes sind jedoch nur weißlich-gelbe Verfärbungen am äußeren Nagelrand. Diese werden aber oft im frühen Zustand nicht als Nagelpilz wahrgenommen, da solche Verfärbungen zum Beispiel auch durch Luft unter dem Nagel entstehen können.


Podologische Behandlung von Nagelpilz

Behandlung bei Nagelpilz

Behandlung bei Nagelpilz
Bild: music4life/ pixabay.com /CC0 1.0


Vermutet der Podologe einen Nagelpilz bei Ihnen, kann entweder die Behandlung sofort beginnen, oder Sie lassen dies noch einmal von einem Hautarzt bestätigen.
Der Podologe wird, mit Ihrem Einverständnis, nun den vom Pilz befallenen Teil des Nagels regelmäßig (alle 4-6 Wochen) mit einem kleinen Fräser abschleifen und so größtmöglich entfernen. Dies geschieht völlig schmerzfrei! Sie sind auch nach der Behandlung in keinster Weise eingeschränkt. Dieses Abschleifen muss regelmäßig wiederholt werden, damit sich der Nagelpilz nicht mehr so stark ausbreitet und der Nagel nicht mehr so stark verdickt. Dann wird mit Ihnen die weitere Behandlung besprochen, deren Fortschritt regelmäßig von unseren Podologen kontrolliert wird.


Ihre Mitarbeit ist gefragt

Wenn der Nagelpilz so großflächig wie möglich abgeschliffen wurde, muss er regelmäßig mit einem Mittel behandelt werden, welches den Nagelpilz bekämpft bzw. in seinem Wachstum hemmt (Antimykotika). Verschiedene Vorgehensweisen sind da möglich. Bei allen gilt jedoch: Am Ball bleiben! Wird die Therapie zu früh beendet, bricht der Nagelpilz sehr schnell wieder aus. Also braucht man oft einen langen Atem.

Bei einem bereits weit fortgeschrittenen Nagelpilz ist eine innerliche Behandlung mit Tabletten am ehesten von Erfolg gekrönt. Diese Tabletten gegen Nagelpilz können Sie von Ihrem Hautarzt bekommen. Da diese Tabletten jedoch Nebenwirkungen haben können und in einigen Fällen nicht verabreicht werden sollten, müssen Sie mit Ihrem Arzt abklären, ob diese Tabletten eine mögliche Behandlungsart für Sie wären.

Medizinischer Nagellack gegen Nagelpilz: Lassen Sie sich in dieser Hinsicht von einem Apotheker beraten. Es gibt sehr viele Anbieter von Lacken gegen Nagelpilz. Manche sind wasserlöslich und müssen jeden Tag aufgetragen werden, andere nur einmal die Woche. Der Apotheker wird mit Ihnen zusammen das passende Mittel für Sie finden.

Propolis: Dies ist ein Mittel welches aus dem Bienenstock gewonnen wird. Die Bienen produzieren es, um Bakterien, Viren und Pilze in ihrem Bau zu bekämpfen. So wirkt es auch gegen Nagelpilz. Da es ein natürliches Produkt der Bienen ist, können hier Allergien auftreten. Besonders Personen die stark auf den Stich einer Biene reagieren, sollten hier vorsichtig sein. Propolis hat leider eine rot-braune Farbe, die auch die Nägel über längere Zeit verfärbt. Daher verwenden es viele unserer Patienten, denen das Optische im Sommer wichtig ist, Propolis nur in den Wintermonaten.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten der Nagelpilzbehandlung. Manche sind mehr und andere weniger von Erfolg gekrönt. Haben Sie von einer anderen Behandlungsart gehört, wissen aber nicht, ob diese Erfolg versprechend ist? Wir besprechen gerne mit Ihnen, ob dies eine mögliche Therapie gegen Ihren Nagelpilz wäre.

Lesen Sie auch den folgenden Artikel über die Prävention von Nagelpilz: „Nagelpilz vorbeugen“

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